27 Januar 2015

Süßkartoffel-Gnocchi

Was kann man über mein Rezeptfoto sagen? Es sieht zumindest ansehnlich aus, man erkennt durchaus, dass es Gnocchi sein sollen. Außerdem haben sie eine schöne Farbe bekommen, dass Süßkartoffel enthalten ist, könnte man jetzt auch noch erraten.


Das Drama hinter den Gnocchi sieht man zum Glück nicht, die verwüstete Küche, in der so ziemlich überall Teig klebt, 100 Schüsseln und Pfannen und Töpfe, überall irgendwelche Löffel und 10 Geschirrtücher, weil ich mir gefühlte 300 mal die Hände abwaschen musste, da der Teig nicht zum Teig werden wollte, sondern einfach nur klebrig sein wollte...
Nachdem ich 3 mal aufgeben wollte, vielleicht waren es auch eher 4 oder 5 mal, hab ich es dann doch durchgezogen und am Ende einfach so viel Mehl in den Teig geschmissen, dass er so gut wie gar nicht mehr geklebt hat, zumindest vergleichsweise. Ich hab keine Ahnung wie viel Mehl es am Ende war, vom Gefühl her hab ich sicherlich die halbe Packung verwendet. Ein Wunder, dass sie am Ende noch nach Kartoffel und Süßkartoffel geschmeckt haben und noch fluffig waren. Man könnte es wohl auch Zufall nennen...
Dabei klang das Rezept für die Sweet Potato Gnocchi with Balsamic-Sage Brown Butter so einfach und köstlich, entdeckt hatte ich es bei salt and wind, ein paar Tage später hab ich es dann auch bei grain de sel gesehen. Das konnte ja nur großartig werden, hab ich mir gedacht.. nun ja.. es war eher zum verzweifeln. Was ist wohl schief gelaufen? Ich weiß nicht, es gibt einige Vermutungen dazu, am Ende werde ich wohl nur dahinter kommen, wenn ich es einfach nochmal ausprobiere - wenn ich den ersten Schock überstanden habe, meine bisherigen Ansatzpunkte:

Fehler 1: Ich hab wohl die Kartoffeln/Süßkartoffel zu kalt werden lassen.
Fehler 2: Vermutlich war die Süßkartoffel am Ende noch zu feucht, hatte also noch zu viel Wasser in sich.
Fehler 3: Die falsche Kartoffelsorte, ich hab vorwiegend festkochende verwendet, die hatte ich halt nunmal da, jetzt hab ich teilweise schon gelesen, dass festkochende besser sind, oder doch eher die mehligkochenden, egal wo man schaut, überall steht was anderes...
Fehler 4: Ich hätte von Anfang an Vollkornmehl (wie im Originalrezept) verwenden sollen.
Fehler 5: Ich hatte noch übrige gekochte Kartoffeln vom Vortag...

Es war wohl alles eine Verkettung unglücklicher Zufälle und Umstände... Am nicht verwendeten Salbei hat es zumindest wohl nicht gelegen ;)

Ich hoffe ihr freut euch trotzdem schonmal an meinem Bild und dem Rezept, ich werde noch an mir arbeiten müssen ;)





Süßkartoffel-Gnocchi

Gnocchi:

400 g Süßkartoffeln
400 g Kartoffeln
150 g Vollkornmehl (bei mir eher mehr)
30 g Parmesan, gerieben
1 Ei
2 TL Salz

Sauce:

2 rote Zwiebeln
1 TL Honig
3 EL Balsamico


Den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

Die Kartoffeln und Süßkartoffel halbieren und mit etwas Öl bepinseln, salzen und pfeffern und mit der Schnittseite nach unten in eine Auflaufform legen. Für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben, herausnehmen und etwas auskühlen lassen.

Dann die Kartoffeln von der Schale befreien, zum Beispiel mit Hilfe eines Löffels, alles durch die Kartoffelpresse drücken, Ei, Salz und Käse zugeben und unterrühren, dann Mehl zugeben und alles gut verkneten.

Der Teig sollte noch weich sein, sich aber gut von den Fingern lösen, d.h. er sollte nicht mehr kleben bleiben.

Salzwasser in einem großen Topf aufkochen.

Dann den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen und Gnocchi abstechen.
Die Gnocchi im siedenden Wasser gar ziehen lassen, herausnehmen und etwas abtropfen lassen.
Vom Nudelwasser ca. 1 Tasse beiseite stellen.

Die  Gnocchi in eine heiße Pfanne mit etwas Öl geben und von jeder Seite goldbraun anbraten.

In der Zwischenzeit für die Sauce die  Zwiebeln in Streifen schneiden, in einer Pfanne mit etwas Öl anschwitzen, Salzen und pfeffern und den Honig zugeben, mit dem Balsamico ablöschen, Nudelwasser zugeben und kurz aufkochen, die Sauce zu den Gnocchi geben und alles gut vermischen. Auf Teller anrichten und mit etwa Parmesan bestreuen.

Liebe Grüße
Stephi

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