01 April 2014

Charlie

Bereits in meiner Anfangszeit bei ravelry habe ich die Anleitung für Charlie von Sue Pendleton entdeckt.
Ich war gleich hin und weg, ich kann gar nicht sagen, was mich am meisten angesprochen hat. Ich fand den Vogel an und für sich richtig klasse gehäkelt, außerdem fand ich die Fliege und den Hut einfach total witzig dazu, das peppte ihn irgendwie nochmal so richtig auf.
Ich habe mir die Anleitung dann also gleich abgespeichert. Mehr aber eigentlich erst mal nicht.
Da ich mir aber immer wieder mal die abgespeicherter Anleitung anschaue und überprüfe, ob sie mir wirklich noch gefallen, oder ob es doch nur eine "Anfangsliebe" war, blieb mir Charlie die ganze Zeit im Kopf. Irgendwann habe ich auf der Suche nach einem kleinen Geschenk Charlie "wiederentdeckt" und dachte mir dann: warum eigentlich nicht...

Also hab ich total motiviert angefangen... das hielt auch eine Zeit lang an. Der Kopf und Körper waren einfach und schnell gehäkelt und sahen schonmal super aus. Der Schnabel und die Augen waren auch einfach hergestellt.

Dann waren die Beine dran... hier hab ich erst mal "nachbestellen" müssen, denn für die Beine und Füße braucht man Pfeifenputzer, die werden dann zu den Füßen gebogen und dann umhäkelt. So kann der Vogel besser stehen und man kann so auch seine Haltung immer mal wieder verändern.
Die Anleitung für das herumgehäkel hat mir gar nicht gepasst und gefallen, dass erschien mir umständlich und mir fiel eine einfachere Idee ein diese zu umhäkeln. Das "Problem" war also schnell gelöst und das Ergebnis hat mir gut gefallen.

Weiter ging es dann mit dem Schwanz, hier hab ich die Anleitung sicherlich 10 Mal gelesen, bis ich mal verstanden habe, was eigentlich das Ergebnis sein soll, ein Schwanz, der aus zwei gleichgroßen Teilen besteht, die dann aufeinandergenäht werden, ausgestopft werden und dann werden die einzelnen Federteile nochmals abgenäht.

Dann kamen die Flügel, die Grundform war natürlich total einfach, doch die einzelnen Flügelfedern waren echt merkwürdig... nach ein paar mal lesen, hab ich mich dann zu anderen Federn entschlossen. Naja, die Flügel sehen jetzt nicht ganz so ordentlich aus, wie vorgesehen, aber gut ;)

Irgendwann war Charlie dann zusammengenäht und wenn ich ehrlich bin, hatte mich zu diesem Zeitpunkt etwas die Lust und der Mut verloren weiterzuhäkeln.
Aber auf den Hut wollte ich auf keinen Fall verzichten, der machte Charlie ja aus, die Fliege hab ich dann weggelassen.
Also hab ich mit dem Hut angefangen... das lief ganz gut.. dann kam die letzte Reihe, erst hab ich überhaupt nicht verstanden, was ich überhaupt häkeln soll, dann hab ich herausgefunden, dann es "Krebsmaschen" sein sollen, von denen hab ich noch nie gehört. Es handelt sich dabei um rückwärts gehäkelte feste Maschen... etwas merkwürdig und gewöhnungsbedürftig, aber sie sahen am Ende ganz gut aus, mal was anderes und ich weiß zumindest was gemeint ist und wie es geht.
Den Hut hab ich dann am Ende auf dem Kopf des Vogels festgenäht.

Also ich find Charlie super, er gefällt mir richtig gut, ich finde er ist auch zu 98 % so geworden, wie in der Anleitung, aber ich glaube nicht, dass ich ihn nochmals häkeln werde... ich fand es einfach zu verwirrend und mochte die Anleitung nicht sehr gerne.... Nun ja, jeder schreibt seine Anleitungen halt anders...

Liebe Grüße
Stephi

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